Der große

Zustandsbericht zur Lage im Familienrecht

in Deutschland 2020 / 2021


2. Umfrage zum Zustand im Familienrecht und zu Eltern-Kind-Entfremdung

Ursprünglich sollte es „nur“ eine Umfrage sein. Mit Unterstützung und Begleitung von Fachleuten wurden 34 Fragen formuliert, die wertfrei viele Antwortoptionen zuließen, für ein möglichst faires und ausgewogenes Bild. Unter anderem mit folgender Wortwahl riefen wir u.a. in den sozialen Medien (Facebook, Twitter, auf unserer Facebook-Fanpage, unter den Kommentaren der zuständigen Ministerien Familie (BMFSFJ) und Justiz (BMJV)), auf unserer Homepage und in unserer Mitgliederschaft zur Teilnahme auf:

 

Eltern-Kind-Entfremdung – große Umfrage – jetzt mitmachen!

 

Welche Folgen hat EKE für die Betroffenen? Wie wirkt es sich auf Psyche, Gesundheit und das Leben aus? Wie ist die Qualität der Institutionen? Wie hoch sind die Schäden für Wirtschaft, Gesundheitssystem, Steuerzahler? Macht bitte zahlreich bei dieser Umfrage mit und sagt es allen weiter. Die Umfrage spricht Eltern, Großeltern, Angehörige, Lebenspartner an. Jetzt mitmachen! Vielen Dank.

 

Diese Umfrage lief angekündigt vom 04. August bis zum 30. September 2019. Teilgenommen haben 1.177 Menschen, davon 893 Mütter und Väter, sowie zahlreiche Großeltern und Lebenspartner, sogar Lehrkräfte aus Schulen. 

 

Betroffen sind allein hier 1967 Kinder

 

Fast 400 persönliche Nachrichten haben die Teilnehmer hinterlassen, von denen wir in diesem Zustandsbericht nur einen kleinen Teil aufführen können.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es auch Mehrfach-Teilnahmen gegeben haben kann. In der Gesamtbetrachtung gibt es gleichwohl keinen Anlass, dass sich die Ergebnisse dadurch signifikant verändert haben könnten.

 

30-40.000 Kinder verlieren jedes Jahr den Kontakt zu einem Elternteil samt Großeltern und Verwandten

 

Je nach Quelle verlieren in der Bundesrepublik Deutschland unter den gegenwärtigen Bedingungen zwischen 30.000 und 40.000 Kindern infolge Trennung und Scheidung, bzw. infolge elterlicher Streitigkeiten oder mangelnder Bindungstoleranz einen Elternteil. Die Antworten und weiterhin auch die Berichte der Betroffenen geben einen umfangreichen Überblick über mögliche Ursachen, aber auch über Defizite in Qualifikation, Qualität oder Grundhaltung von Fachkräften und Institutionen.

 

Interviews mit ehemals entfremdeten Kindern

 

Ein Blick auf die Folgen bei heute erwachsenen, ehemals entfremdeten Kindern sollte zum Gesamtbild mehr beitragen, als es unter den gegebenen Umständen und in diesem sehr schwierigen Umfeld gelungen ist. Eine solche Umfrage konnten und wollten wir nicht „einfach so“ online stellen.

Denn aus unserer täglichen Arbeit wussten wir, dass es ehemals entfremdeten Kindern im gesamten weiteren Leben schwer fällt, über ihre Kindheitserfahrungen zu berichten und solche Gespräche mit viel Einfühlungsvermögen geführt werden müssen. Das Ausfüllen eines Fragebogens darf dabei aufgrund der traumatischen Erfahrungen keinesfalls ohne eine Begleitung der Betroffenen erfolgen, weil die Thematisierung sehr häufig erneut „innere Krisen“ oder einen „Flashback“ (Zitate von Betroffenen) auslösen kann. Umso mehr bedanken wir uns bei den ehemals entfremdeten Kindern, die sowohl die Bereitschaft hatten, als auch tatsächlich den Fragebogen beantwortet haben. Wir wissen, wieviel Überwindung das kostet und wie sehr ehemals entfremdete Kinder auch heute noch darunter leiden.

 

Fallbeispiel

 

Ein Fall aus Süddeutschland wird seit Februar 2020 von einer Gruppe von Fachleuten systematisch aufgearbeitet. Dieser Fall ist aufgrund der geprüften Akten und Klinikberichte gewissenhaft betrachtet und geprüft.

 

Alle Auswertungen sind mit höchster Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit bearbeitet worden. Wir bedanken uns bei allen Fachleuten für ihre Expertise und Begleitung. Ihre Mitwirkung und auch ihre Kontrolle führen dazu, dass wir mit diesem Zustandsbericht wichtige Impulse über die Lage im Familienrecht der Bundesrepublik Deutschland geben können. Insbesondere bedanken wir uns bei fast 1.200 Müttern, Vätern und Angehörigen, ohne deren Mitwirkung dieser beeindruckende und sehr umfangreiche Zustandsbericht nicht möglich gewesen wäre. Wir bedauern sehr, dass wir aus Platzgründen nicht alle fast 400 persönlichen Nachrichten aufführen können.

 

Nun gibt es allein in Hinsicht auf die, in dieser Umfrage betroffenen Kinder 1.967 wichtige Gründe, diesen Zustandsbericht ernst zu nehmen und in der Bundesrepublik Deutschland dringend notwendige Reformen endlich zeitgemäß mit Blick auf die Kinder auf den Weg zu bringen. 

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